Stimmen zum Buch

„Die stärkste Seite des Buches ist sicher, dass es den Leser – und mit Blick auf die Pflegerealität vor allem: die Leserin – atmosphärisch auf die lebensverändernde Situation einstimmt.“
Frankfurter Rundschau.

„Das Buch ist in der Tat ein Erste-Hilfe-Buch, denn es vermittelt mit viel Respekt, dass man auch von den Erkrankten lernen kann, sich noch mal neu mit dem Wesentlichen im Leben auseinanderzusetzen. Somit ist das Buch Lektüre für betroffene Angehörige und Personen, die vor den Problemen, die eine immer älter werdende Gesellschaft mit sich bringt, nicht die Augen verschließen wollen.“
Dr. med. Nicola Fierek, Frankfurt a.M.

Ein Erfahrungsbericht mit konkreten Ratschlägen, vor allem für Angehörige. Margot Unbescheid erklärt, wie der Alltag umstrukturiert werden muss, wie man Unterstützung bekommt, wie man über die Krankheit mit Außenstehenden redet. Die Frankfurter Autorin berichtet dabei aus erster Hand, ihr Vater leidet selbst an Alzheimer. So schafft sie es, den Leser auch atmosphärisch dicht auf die lebensverändernde Situation einzustellen.
WDR Quarks&Co

Der Alltag mit Alzheimerkranken ist mitunter unsagbar schwer. Doch inmitten der enormen Anstrengung, so sagt Margot Unbescheid, gewinnt man auch „eine große Souveränität und Selbstsicherheit. Denn was bitte sollte einen nach dieser Leistung noch schrecken im Leben?“
Bewusster Leben

Sie stand dem einst so souveränen Mann gegenüber, der sie nun mit seinen leeren Augen anschaute, in denen sie kein Begreifen, kein Erkennen, kein Auf-der-Welt-Sein mehr sah. Diese Veränderung hin zum Alzheimerkranken anzunehmen sei aber Grundvoraussetzung, um sich als pflegende Angehörige um Demenzkranke kümmern zu können, sagte Unbescheid, die selbst seit zehn Jahren sich um ihren Vater kümmert.
MAZ

„Die Autorin behandelt ein sensibles Thema so realistisch, dass ich manchmal den Eindruck hatte, sie schreibt über meinen Vater.“ Amazon Leserrezension
[Dieses Buch] ist eine Mischung aus Erfahrungsbericht und Ratgeber. Man kann es durchblättern, an einer der vielen kleinen Überschriften hängen bleiben, sich fesseln lassen und an vielen Stellen auch Schmunzeln.
Alzheimer Info

„So ein Buch hilft […] Es macht Mut sich auszutauschen und Rat zu holen“
Neue Strausberger Nachrichten

„Alzheimer. Das-Erste-Hilfe-Buch“ von Margot Unbescheid, macht die Krankheit greifbar. „Auf Dauer funktioniert es nicht, die Kranken in die Realität zurück holen zu wollen.“ Behauptet Unbescheids Vater also, der Spazierweg dürfe von niemand anderem betreten werden, gibt die Tochter ihm Recht, flucht und kichert mit dem Vater leise über die anderen Spaziergänger. „Widerspruch verursacht bei Alzheimer-Patienten Angst“, stellte Margot Unbescheid fest. „Bestätigung aber, nimmt dem Kranken die Furcht.“
Lausitzer Rundschau

Gradwanderung zwischen Freiheit und Fürsorge: Wie sich diese Gradwanderungen in der Praxis gestalten, schilderte Margot Unbescheid. Die Autorin … pflegt seit Jahren zusammen mit der Mutter den betroffenen Vater und bekam während ihrer anschaulichen Erzählungen aus dem Alltag viel Zustimmung aus dem Publikum. „Was bitte ist denn mit meiner Würde und der meiner Mutter?“ habe sie sich oft gefragt, wenn es um den Umgang mit dem Kranken ging, der „uns keine Minute des Tages in Ruhe ließ“. Erst allmählich habe sie gelernt, nicht „der Boss sein zu wollen“, sondern ihn mit Mitgefühl und Freundlichkeit zu begleiten.
Wiesbadener Kurier

Es ist verständlich, dass man den Moment nicht wissen und wahrhaben will, an dem die Krankheit Alzheimer beginnt. Es ist der unwiderrufliche Abschied aus einem normalen Leben. Unbescheids Buch ist ein Bekenntnis anfänglicher Ohnmacht, die sich durch eigene Erfahrungen, Offenheit für Ratschläge und die Fähigkeit zur Analyse hin zu einer Ratgeberrolle verändert. Die Autorin ist im Laufe der bei ihrem Vater schon vor zwölf Jahren diagnostizierten Krankheit vom unbedarften Laien zur Expertin geworden.
. Das Gespräch mit den Zuhörern der Lesung nutzte Margot Unbescheid zum Appell: „jeder sollte mal darüber nachdenken, wie er sich selbst ein würdevolles Leben im Alter – mit Alzheimer – vorstellt“ und danach am besten schon jetzt handeln.
Braunschweiger Zeitung

„Ring frei!“ für pflegende Angehörige: Wut und Liebe. Liebe und Wut. Wer Ehepartner oder Mutter und Vater, die an Alzheimer erkrankt sind, zu Hause pflegt, der kann sich schnell zwischen diesen beiden Gefühlen wiederfinden. Hin und her gejagt wie ein Ping-Pong-Ball.
Mit diesen Themen beschäftigten sich jetzt Experten bei einer Veranstaltung an einem ungewöhnlichen Ort, im Boxcamp Offenbach. Ein Kampfsportler beschrieb, … Boxen …: Nicht nur Kampf, sondern vor allem ein Training für Durchhalte- und Stehvermögen, auch Austoben und Wutablassen. Burgholte-Niemitz: „Mit Wut im Bauch kann kein Mensch einen Kampf gewinnen.“ Beides gilt …ähnlich für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz. Ohne Stehvermögen sei der Alltag nicht zu bewältigen.
Dr. Gisela Bockenheimer-Lucius, Professorin für Ethik in der Medizin aus Frankfurt, schärfte in ihrem Vortrag den Blick für die Probleme, vor denen man steht, wenn man die Würde seines von Demenz betroffenen Angehörigen nicht verletzen will. Wie stimmt der Demenzbetroffene zu – mit einem Lächeln? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Denn lächeln wir nicht auch aus Unsicherheit oder weil wir unser Gegenüber friedlich stimmen wollen?  Bei der Frage geht es auch darum, mit ihm in Kommunikation zu bleiben. Nicht bestimmen, sondern fragen.
Woher man die Geduld nehmen soll, fragte Margot Unbescheid. Sie beschäftigte sich mit der Würde des Angehörigen. Was … fragte sie, ist mit den Zeiten der Wut? Wenn die Wut alles Mitgefühl wegfrisst. Gründe für Wut haben Pflegende laut ihr wirklich genug. In diesem Zustand schulterten sie weiter ihre viel zu schwere Last. Das müsse aufhören, sagte Unbescheid. Und dafür brauche es neben der vorhanden Unterstützung von Fachleuten noch weitere Hilfen.
Offenbach Post

 

Alzheimer. Das-Erste-Hilfe-Buch
Margot Unbescheid

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